Wie übersetzt man klassische Kampagnen in wirkungsstarke DOOH-Formate?
Wenn aus ruhig beweglich wird: Warum sollen Kampagnen für DOOH neu gedacht werden. Klassische Plakatwerbung folgt klaren Regeln. Starke Bilder, wenige Worte, ein klarer Absender. Doch sobald Bewegung ins Spiel kommt, erweitern sich die Spielregeln.
Digital Out-of-Home (DOOH) – bei Ströer „Public Video“ – bietet nahezu unbegrenzte kreative Möglichkeiten in Form von Animationen, Dynamik, Sequenzen, Dramaturgie. Gleichzeitig steigen die Anforderungen. Betrachtungszeiten sind kurz, Menschen steigen mitten im Spot ein, Botschaften müssen schneller verstanden werden.
So gilt es, vorhandene Kampagnen klug zu adaptieren, statt komplett neu zu erfinden. Was auf einem Plakat überzeugt, kann im Bewegtbild noch wirkungsvoller werden. Mit wenigen gezielten Anpassungen entfalten bestehende Kampagnen auf Public Video maximale Wirkung. Wir haben dazu einige Empfehlungen und viele Erfahrungen aus der Praxis für Sie.
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
Die zentralen Erfolgsfaktoren für eine gelungene DOOH-Adaption:
- Einfachheit schlägt Komplexität: Eine Botschaft pro Sequenz – verständlich in 2–5 Sekunden.
- Sender & Produkt dauerhaft sichtbar halten: Marken- und Produktpräsenz müssen im gesamten Spot gesichert sein.
- Visuelle Aufmerksamkeit durch Bewegung, aber dosiert: Animationen sollen führen, nicht ablenken.
- An Zielgruppen & Situationen anpassen: Wartesituationen erlauben längere Bewegtbilder, Passagensituationen verlangen Kürze und Klarheit.
TIPP: Im Kreativsimulator können digitale Plakate (mp4) in einer realen Video-Sequenz simuliert werden – hier z.B. für das Medium Public Video Infoscreen (16:9 Querformat).
Welche Bestandteile einer Kampagne eignen sich besonders gut für DOOH?
Viele Unternehmen fragen sich: Brauchen wir völlig neue Motive für DOOH? Die Antwort lautet: Nein. Die meisten Elemente Ihrer bestehenden OOH-Kampagne lassen sich ohne großen Aufwand in Public Video übersetzen:
Key Visuals – das Herzstück jeder Adaption
Was auf einem Plakat funktioniert, funktioniert auf digitalen Screens erst recht.
Mit kleinen Bewegungen – etwa einem animierten Licht, einem sanften Zoom oder einem blinkenden Key Element – wird das Motiv sofort zur Bewegtbildversion, ohne dass die Grundidee verändert werden muss.
Sogenannte Cinemagramme sind dezente, langsame Bewegungen nur in kleinen Bildbereichen. Diese sind an vielen digitalen Medien im Stadtgebiet, insbesondere an Straßenstandorten, möglich.
Claims & Kernbotschaften
Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Die Empfehlung ist, Kernbotschaften über die gesamte Spotdauer sichtbar zu halten, statt sie animiert ein- und auszublenden.
Das macht die DOOH-Adaption besonders einfach: Der Text bleibt, nur das Umfeld bewegt sich.
Produkthighlights & Logos
In DOOH sollten Logo und Produkt ständig sichtbar bleiben – ideal, wenn sie im Plakatmotiv ohnehin klar platziert sind.
Social-Media- oder Website-Assets
Kurze Videoelemente aus Social Media lassen sich vielleicht schon 1:1 integrieren und damit schnell in einer DOOH-Produktion umsetzen.
Ein paar Beispiele aus der Motivdatenbank für DOOH im Hochformat:
Storytelling in Sekunden: So werden Botschaften beweglich und dennoch klar
Regeln für Animationen, Kürzungen & Dramaturgie
DOOH-Storytelling muss in extrem kurzer Zeit funktionieren. Menschen nehmen Spots oft fragmentiert wahr – sie steigen irgendwann ein und irgendwo wieder aus.
1. Eine Botschaft pro Sequenz – die wichtigste Vereinfachung
Die menschliche Wahrnehmung funktioniert in 3–5-Sekunden-Fenstern. Darum gilt: Jede Sequenz transportiert nur eine Botschaft. Das nimmt Druck aus der Gestaltung. Sie müssen nicht mehr alles gleichzeitig erzählen.
2. Marke & Produkt durchgehend sichtbar halten
Logo und/oder Produkt sollten permanent oder mindestens sehr häufig erkennbar sein, besonders in Passagensituationen.
3. Animationen dosiert einsetzen
DOOH braucht keine spektakulären Effekte, sondern ruhige, klare Bewegungen:
- dezente Wellen
- langsame Typografie-Fade-Ins
- kleine Produktrotationen
- atmosphärische Hintergrundanimationen
Diese minimalen Animationen reichen oft aus, um das Motiv sichtbar „in Bewegung“ zu bringen, ohne den Kern der Kampagne zu verändern.
4. Storytelling ohne Anfang und Ende
Das wichtigste Prinzip: Jeder Spot muss „rund“ wirken, egal, an welcher Stelle jemand hineinschaut.
Heißt: keine langen Spannungsbögen, keine komplexen Anleitungen, keine „Wenn-dann“-Botschaften.
TIPP: Im Kreativsimulator können digitale Plakate (mp4) in einer realen Video-Sequenz simuliert werden – hier z.B. für das Medium Public Video Station (9:16 Hochformat).
Was man bei Formaten, Laufzeiten & technischen Vorgaben beachten muss
Typische Stolperfallen und wie man sie vermeidet
Formatgerecht gestalten
- DOOH-Screens sind meist hochkant oder großflächig quer – zentrale Elemente müssen im sicheren Sichtbereich liegen.
- Zu kleine Typografie ist häufigste Fehlerquelle.
Betrachtungsdauer berücksichtigen
- Wartesituationen (Bahnhöfe): Längere Spots möglich, Menschen schauen aktiv auf den Screen.
- Passagen (Einkaufszentren/Verkehrsknoten): Ultra-kurze Botschaften – max. 10 Sekunden, ideal 6–8.
Helligkeit & Kontrast optimieren
Screens passen sich zwar automatisch an Lichtverhältnisse an, dennoch gelten klare Gestaltungsregeln:
- Schwarzanteile reduzieren Energiekosten (DOOH = nachhaltiger)
- hoher Kontrast
- keine filigranen Details
Dateiformate & technische Standards beachten
- korrekte Spotlänge
- richtige Auflösung
- korrekte Framerates
Mehrere Screens gleichzeitig bedenken
Insbesondere in Passagen stehen Screens in Reihe und laufen synchron. Das ist ideal für Markeninszenierungen, wenn die Kreation darauf abgestimmt ist.
Fazit: eine kluge Adaption ist der Schlüssel zum Erfolg
Warum DOOH-Adaption heute Teil jeder modernen Kampagne sein sollte
Digitale Außenwerbung ist längst integraler Bestandteil moderner Markenkommunikation. Dynamisch, flexibel, emotional und hochwirksam. DOOH bietet Unternehmen und Organisationen eine Bühne, auf der sie Menschen im Alltag erreichen: im Bahnhof, beim Einkaufen, auf dem Weg zur Arbeit.
Eine kluge Adaption bestehender Kampagnen ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Denn:
- Plakatlogiken funktionieren weiterhin, müssen aber DOOH-gerecht weitergedacht werden.
- Kurze, klare Botschaften und starke Bilder entfalten besonders große Wirkung.
- Bewegung ist ein mächtiges Werkzeug , wenn sie gezielt und dosiert eingesetzt wird.
Wenn Sie Ihre nächste Kampagne für Public Video adaptieren möchten, unterstützen wir Sie gerne mit Kreation, Mediaplanung und Umsetzung.