Title: 6 Gründe, warum SEO scheitern kann
Author: RegioHelden
Published: 30. Oktober 2018
Last modified: 9. Januar 2025

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# 6 Gründe, warum SEO scheitern kann

 Veröffentlicht am 30. Oktober 20189. Januar 2025

 Ist Ihr Unternehmen reif dafür, in der SEO-Welt zu bestehen? Ob Einsteiger oder
alter Hase, eines müssen Sie sich klar machen: SEO ist nicht immer erfolgreich. 
Im Gegenteil: Es gibt zahlreiche Gründe, warum SEO scheitern kann – sicher auch 
in Ihrem Unternehmen. Oft sind dafür keine fachlichen Mängel ausschlaggebend, sondern
falsche Priorisierungen oder eine schlechte Organisation. Wir zeigen Ihnen die 6
häufigsten Ursachen für das Scheitern von SEO – und wie Sie diese am schnellsten
aus dem Weg räumen.

## **Den fünften vor dem ersten Schritt angehen**

 SEO ändert sich so schnell, dass Unternehmen oftmals ihre ganzen Ressourcen dafür
verschwenden, den neuesten Trends hinterherzujagen. Wir sagen: Machen Sie nicht 
den fünften Schritt vor dem ersten und sichern Sie Ihr Fundament! Nur wer die Basis
im Griff hat, kann erfolgreich SEO machen. Oder anders gesagt: Wer vergessene Altsysteme
und Kampagnen herumgeistern hat, mit fehlerhaften Templates arbeitet oder grundlegende
Serverkonfigurationen nicht vorgenommen hat, der braucht nicht über Themen wie https,
Mobile First oder Progressive Web Apps nachdenken. Ganz oben auf Ihrer SEO-Agenda
sollten folgende Punkte stehen:

 * URL-Varianten prüfen: Sind Ihre URLs indexierbar? Wenn nicht: Sorgen Sie mit 
   indexierbaren URLs dafür, dass Google Sie liebt.
 * Meta Titles und Descriptions optimieren: Folgen sie dem RVC-Prinzip (Relevance,
   Value, Call-to-Action)? Wenn nicht: Geben Sie Ihren Nutzern mit Ihrem Snippet
   einen Mehrwert.
 * Titles und Descriptions aus Nutzersicht betrachten: Sind sie griffig und treffen
   das Nutzerbedürfnis? Wenn nicht: ändern!

## **Content machen, nur weil Sie es können**

 Entgegen der weit verbreiteten Annahme, SEO sei ein Reichweiten-Kanal, geht es 
hier in erster Linie nicht um Sichtbarkeit. Was bringt es Ihnen, mit Ihrer Seite
auf Platz 1 in Google zu ranken, wenn der Nutzer direkt wieder abspringt, weil seine
Interessen nicht angesprochen werden oder er den Content nicht versteht? Das Stichwort
lautet: konvertierender Traffic. Jeder Nutzer hat seine eigene Sprache, seine eigenen
Fragen und seine eigenen Probleme. Ihr Content kann noch so relevant sein – wenn
Ihre Nutzer die Informationen nicht verstehen oder diese nicht für sich anwenden
können, werden sie niemals konvertieren. Achten Sie also in erster Linie auf die
subjektive Pertinenz und die Nützlichkeit Ihrer Inhalte, nicht auf die objektive
Relevanz!

## **SERPS: Hauptsache ranken!**

 Suchende durchleben verschiedene Phasen, die Sie mit passenden Inhalten bedienen
müssen. Das bedeutet für Sie: Richten Sie Ihren Content an der Suchintention des
Nutzers aus, sonst bringt Ihnen das beste Ranking nichts. Dementsprechend sollte
der Seitentyp, der bei Google rankt, zur Suchintention des Nutzers passen. Ranken
Sie beispielsweise mit einer Produktseite über eine Canon EOS 700D, obwohl der Suchende
noch nicht einmal weiß, welche Kamera er überhaupt kaufen möchte, verlieren Sie 
Klicks und Conversions. Optimieren Sie Ihre Informationsarchitektur am besten so,
dass Sie mit Ihren Inhalten die besten Antworten zu den Fragen der Nutzer liefern.

## **Keine Entscheidungs- und Handlungskompetenz**

 Im Gegensatz zu AdWords ist SEO kein Performance-Kanal, den man nach einem bestimmten
Budget aussteuern kann. Vielmehr besteht SEO aus laufenden Kosten. Über die Effektivität
einer entsprechenden Kampagne entscheidet letztendlich die Exzellenz in deren Umsetzung.
Denn SEO erzeugt in der Regel Aufwände und spielt in die Organisation des Unternehmens
mit ein. Dabei geht es hauptsächlich um:

 * Nachfrageorientierung,
 * Informationsarchitektur,
 * Inhaltliche Ausrichtung sowie
 * Technische & rechtliche Anforderungen.

 Die größten Kosten verursacht SEO, wenn Sie in diesen Bereichen selbst nicht handlungsfähig
sind, etwa weil Sie die Fähigkeit nicht besitzen oder weil Ihnen die Kompetenz fehlt.
Stellen Sie also sicher, dass Sie reaktionsfähig sind, also Dinge selbst machen 
können und dürfen. Wenn Sie Ihr SEO kosteneffizient gestalten wollen, sollten Sie
dieses in bestehende Prozesse integrieren und es nicht nebenher betreiben oder gar
an die IT auslagern.

## **Falsches Prozessmanagement**

 SEO ist in erster Linie Prozessmanagement. Es betrifft viele Themen, Ansprechpartner,
Befindlichkeiten und Ziele im Unternehmen. Generell sparen Sie Zeit und Geld, wenn
Sie wissen, wer in Ihrer Firma für was zuständig ist. Daher sollten Sie klären, 
wer Ansprechpartner für welches Thema ist, was die relevanten KPIs sind und wie 
das Reporting aussehen soll. Bauen Sie intern sowie extern Organisations-, Prozess-
sowie Methodenwissen auf und gestalten Sie diese Bereiche so effizient und nachhaltig
wie möglich.  Gibt es beispielsweise Regeln zur Texterstellung? Werden diese kontrolliert?
Wer prüft die vorhandenen Inhalte und wer stellt sicher, dass diese nicht durch 
neuen Content kannibalisiert werden? Wie wirken sich neue Inhalte auf Navigation
und interne Verlinkungen aus? Auch andere Themen wie Meta Descriptions, Mehrfachrankings
etc. sollten Sie auf dem Schirm haben. Kurzum: Ein SEO-Spezialist braucht einen 
umfassenden Überblick über alle laufenden Prozesse und Strukturen.

## **Das CMS rockt nicht**

 Wenn man so will, hat SEO ein Innen- und ein Außenleben. Ein Blick von außen in
Form eines Audits zeigt Ihnen den aktuellen Stand in den Bereichen Crawlability,
Content und Verlinkungen. Wie gut Ihr SEO wirklich funktioniert, entscheidet aber
das, was dahinter liegt: das Content Management System (kurz: CMS). Wie teuer sind
Index-, Weiterleitungs- und Navigationsmanagement umzusetzen? Je mehr Sie mit Ihrem
CMS selber machen können und je weniger Sie zur IT rennen müssen, desto günstiger
und schneller ist Ihr SEO. Optimieren Sie also nicht nur den ausgelieferten Code,
sondern das dahinter liegende CMS, damit Sie stets handlungs- und reaktionsfähig
sind. Oder anders gesagt: Sorgen Sie dafür, dass Ihr CMS rockt!

## **Fazit: Machen Sie Ihre Nutzer glücklich.**

 SEO bedeutet nicht, einfach nur bei Google zu ranken. Es bedeutet nicht, für alle
sichtbar zu sein und jeden haben zu wollen. Es bedeutet, nur die Nutzer haben zu
wollen, die Sie auch wirklich glücklich machen können. Um dies zu erreichen, sollten
Sie nicht nur Ihre Seite optimieren, sondern auch interne Strukturen und Prozesse.
Kontinuität, Kontrolle und unablässiges Nachsteuern sind hier der Schlüssel zum 
Erfolg.

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